Kanton: Graubünden

Gesamtfläche: 6'115 Hektaren (61.15 km2)

Waldfläche: 2'663 Hektaren

Höchster Punkt: Drusenfluh 2'828 m.ü.M.

Tiefster Punkt: Vierter Damm 618 m.ü.M.

Gesamtlänge Strassennetz: 96 km

Gemeindestrassen: 63 km

Kantonsstrassen: 33 km

Wanderwege: 138 km

 

Entwicklung der Einwohnerzahlen

Jahr Anzahl Einwohner
1850 1741
1870 1749
1880 1711
1888 1902
1900 1654
1910 1743
1920 1885
1930 1963
1941 2192
1950 2312
1960 2363
1970 2347
1980 2253
1990 2400
2000 2637
2010 2565
2011 2575

 

Übersicht Einwohnerzahlen per 31.12.

Jahr 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Einwohner mit zivilrechtlichem Wohnsitz 2598 2607 2646 2656 2618 2618 2690 2718 2733
Schweizer weiblich 1115 1111 1126 1116 1103 1098 1109 1128 1137
Schweizer männlich 1087 1076 1085 1090 1082 1073 1115 1104 1106
Ausländer weiblich 162 177 188 193 190 197 208 211 219
Ausländer männlich 234 243 247 257 243 250 258 277 271

 

Lage

Schiers grenzt im Bereich der Drusafluh an das Land Vorarlberg und ringsum an die Gemeinden Luzein, Jenaz, Furna, Grüsch und Seewis.

Die Fraktionen (Weiler) sind eine typische Erscheinung der grösseren Prättigauer Gemeinden. Ursprünglich war Schiers eine Einheitsgemeinde und als solche identisch mit dem Gericht Schiers, zu dem auch Grüsch gehörte. Dieses und die heutigen Fraktionen wurden damals Nachbarschaften genannt. Die Nachbarschaft Grüsch machte sich früh selbstständig; Schuders beabsichtigte viel später dasselbe, fand aber beim Grossen Rat kein Gehör.

Karte

 

Die Fraktionen (Weiler)

Fraktionen: Lunden, Fajauna, Stels, Maria-Montagna, Pusserein sowie Schuders.

In einem Aktenstück von 1800 heisst es bezüglich Schiers und seinen Nachbarschaften: «... Die Gemeinde Schiers ist sich seit undenklich vielen Jahren in 7 Teile eingeteilt, davon jeder Berg nämlich Maria-Montagna, Pusserein, Fajauna und Schuders (je) ein siebentel ausmachen und die Gemeinde im Dorf drei siebentel. Nach dieser Abtheilung haben wir nicht nur seit undenklich vielen Jahren alle Pensionen und Ämter gelder überhaupt aller Art Nutzen bezogen sondern auch auf die Art alle vorgekommenen Abgaben entrichtet.»
Die Nachbarschaft Lunden zählte damals noch zum Dorf wie Schra und Tersier und wurde erst später zur Fraktion erklärt.
Bis zur Verfassungsrevision im Jahre 1984 hatten die Fraktionen Anspruch auf je einen Sitz im Gemeindevorstand und im Schulrat mit Ausnahme von Fajauna-Stels, das, weil in dieser Fraktion zwei Schulhäuser in Betrieb waren, auch Anrecht auf zwei Schulratssitze besass. Im Zuge der am 1.1.1999 in Kraft getretenen Teilrevision der Gemeindeverfassung wurde sowohl beim Gemeindevorstand als auch beim Schulrat darauf verzichtet, den Anspruch auf eine bestimmte Anzahl Sitze zugunsten der Fraktionen sowie von Dorf-Schra-Tersier festzulegen. Zudem wurden die Stellvertreterregelungen per Ende 1999 generell aufgehoben.